Die Friedhofskapelle St. Luzia

Die Friedhofskapelle und heutige Aufbahrungsstätte wurde 1612 der hl. Luzia von Catania geweiht. Sie wurde 1584 als Grabkapelle und Repräsentationsbau der Grafen Khuen-Belasi an der Stelle eines seit Mitte des 13. Jh. bezeugten Kultbaus errichtet. Die Kapelle zeigt einen einschiffigen Grundriss mit polygonalem Chor, hohe gotische Spitzbogenfenster wurden dem Grundriss angepasst; das Kreuzgrabgewölbe sitzt auf renaissancehaften Konsolen und der kleine bescheidene Turm wurde aufgrund der Optik an der rechten Seite der Hauptfassade eingefügt.

Das Renaissance-Portal aus weißem Marmor mit Rundbogentür ziert den Kapelleneingang, kannelierte Halbsäulen, Dreieckgiebel und abgestuftem Gebälk werden von Putten sowie Rauten- und Rosettenmuster überspielt.
An den Langhauswänden finden sich drei große Epitaphien. Rechts umrahmt ein heraldischer Stammbaum mit 30 Allianzwappen der Khuen-Belasi eine Auferstehungsszene, links sind eine Grablegung und   Kreuzabnahme mit weiteren Wappen in Seccotechnik erkennbar.
Ein kleines Prunkstück ist der Renaissancealtar.
Das Altarbild zeigt  die Hl. Luzia mit Palmzweig über einer Seelandschaft im Wolkenbett schwebend und die Predella mit der Stifterfigur Blasius‚ Khuen und Gemahlin, stammen vom Vinschger Maler Michael Praun um 1590.
Im Dreiecksgiebel Gottvater mit Segensgestus, Hl. Geist und Engelsköpfen.
Die Innenausstattung bzw. die Kirchenbänke wurden von einem einheimischen Tischler erstellt.


Notiz:

Die heutige Luziakapelle dient als Aufbahrungsstätte der Verstorbenen.
Der Verstorbene wird in der Friedhofskapelle aufgebahrt und am Tage der Beerdigung gegen Mittag in die Kirche überführt, wo er am Mittelgang aufgebahrt wird. Die Kränze werden auf den ersten Altarstufen gelegt.
Nach dem Trauergottesdienst wird der Sarg des Verstorbenen  zur Beerdigung in den Ortsfriedhof getragen, wo Verwandte, Freunde und Bekannte vom Verstorbenen Abschied nehmen können.

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