Die St. Nikolauskirche von Unterrain

Schon seit jeher gehören die Bewohner/innen der Fraktion Unterrain zur Pfarrei St. Pauls (erstmal erwähnt in Jahre 1147 nach Christi Geburt). In der Zeit der Spätgotik wurde gegenüber dem Ansitz Hungerhausen, nordwestlich gleich neben der Straße eine kleine Kirche für die Fraktion Unterrain erbaut. Sie wurde 1512 zur Kirche und dem Heiligen Nikolaus geweiht. Der Hl. Nikolaus ist auch Weg- und Handelspatron, wahrscheinlich wurde er aufgrund der damaligen Zollstation Unterrain ausgewählt. Der Turm für die Kirche wurde erst im 17. Jahrhundert dazugebaut. Die Wegkapelle ist mit Wandmalereien verziert, einige Bauelemente wurden sicher nachträglich hinzugefügt, wie z. B. der Flügelaltar. In der Kirche finden sich auch Reliefs verschiedener Heiliger.

 

Der spätgotische Flügelaltar ist ein Prunkstück und gilt als einer der wenigen komplett erhaltenen Flügelaltäre im Lande. Der Altar stammt aus einer Altbozner Schnitzwerkstatt. Zu sehen sind unter einem Baldachin Maria mit Kind zwischen dem Hl. Urban und Johannes den Täufer. Die Flügelinnenseiten zeigen di Hl. Barbara und Margaretha, die Hl. Katharina und die Hl. Apollonia. Eine Verkündigungs- und Nikolausszene zeigen den Hl. Rochus und den Hl. Sebastian. In der Predella sehen wir eine Anbetung der Hl. drei Könige unter Weinreben. Im Gesprenge ist noch eine Kreuzigungsgruppe eingelassen.


Notiz:

In den Wintermonaten wird an diversen Sonntagen und am 6. Dezember (Patrozinium) in der Kirche eine hl. Messe gefeiert. Meist ist die Kirche verschlossen. (Siehe Verkündzettel) Wer die Kirche besichtigen möchte kann sich bei Frau Werth Thaler Hermine (Tel. 0471/637063) melden und einen Termin dafür vereinbaren.

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